Wie befestige ich etwas auf der Baustelle das ich später wieder entfernen muss?

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Temporäre Befestigungen auf der Baustelle lassen sich am zuverlässigsten mit Betonschrauben realisieren, die nach der Montage jederzeit wieder demontiert werden können. Entscheidend ist dabei die Wahl des richtigen Systems: Nicht jede Befestigungslösung eignet sich für den späteren Rückbau, und die falsche Wahl kostet Zeit, Geld und hinterlässt im schlimmsten Fall Schäden am Untergrund. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um lösbare Befestigungen in Beton, Mauerwerk und anderen Baustoffen.

Welche Befestigungssysteme lassen sich rückstandslos lösen?

Schraubenbasierte Befestigungssysteme lassen sich in der Regel rückstandslos lösen, sofern sie nicht verklebt oder chemisch verankert wurden. Betonschrauben, die ihr Gewinde direkt in den Untergrund schneiden, können nach der Montage wieder herausgedreht werden, ohne dass Rückstände im Bohrloch verbleiben. Das Bohrloch selbst bleibt zurück, ist aber bei Bedarf einfach zu verschließen.

Grundsätzlich unterscheidet man bei temporären Befestigungen zwischen mechanischen und chemischen Systemen. Mechanische Systeme wie Betonschrauben oder Spreizanker sind für den Rückbau deutlich besser geeignet als chemische Verbundanker, bei denen der ausgehärtete Mörtel dauerhaft im Bohrloch verbleibt. Spreizanker lassen sich zwar teilweise entfernen, hinterlassen aber häufig Spannungsrisse im Untergrund oder lassen sich nicht vollständig herausziehen.

Für temporäre Anwendungen empfiehlt sich daher grundsätzlich ein schraubenbasiertes System, das konstruktiv auf Demontierbarkeit ausgelegt ist. Wichtig ist dabei, dass das System nicht nur technisch lösbar ist, sondern auch nach mehrfachem Ein- und Ausdrehen seine Funktion zuverlässig erfüllt.

Welchen Untergrund muss ich beim Rückbau berücksichtigen?

Der Untergrund bestimmt maßgeblich, wie einfach oder aufwendig ein Rückbau ist. In Beton und Mauerwerk lassen sich Betonschrauben in der Regel problemlos wieder herausdrehen. In weicheren oder porösen Untergründen wie Porenbeton kann das Gewinde beim Herausdrehen stärker beansprucht werden, was die Wiederverwendbarkeit des Bohrlochs einschränkt.

Folgende Untergründe verhalten sich beim Rückbau unterschiedlich:

  • Beton (C20/25 bis C50/60): Sehr gute Voraussetzungen für den Rückbau. Das Gewinde der Betonschraube sitzt fest, lässt sich aber mit dem richtigen Werkzeug sauber herausdrehen.
  • Mauerwerk: Abhängig von der Mauerwerksart. Weichere Steine können beim Herausdrehen ausbrechen, daher sollte die Schraube langsam und ohne seitliche Krafteinwirkung entfernt werden.
  • Porenbeton: Besonders empfindlich. Hier sind spezielle Schrauben erforderlich, und der Rückbau muss besonders sorgfältig erfolgen, um den Untergrund nicht zu beschädigen.
  • Naturstein mit dichtem Gefüge: Grundsätzlich geeignet für Betonschrauben, beim Rückbau aber auf mögliche Rissbildung achten.

Generell gilt: Je härter und homogener der Untergrund, desto sauberer lässt sich eine Betonschraube wieder entfernen. Bei weichen oder inhomogenen Materialien sollte die Einbautiefe so gering wie statisch zulässig gewählt werden, um den Rückbau zu erleichtern.

Ist eine Betonschraube für temporäre Befestigungen geeignet?

Ja, Betonschrauben sind für temporäre Befestigungen gut geeignet, weil sie nach der Montage jederzeit wieder demontiert werden können. Im Gegensatz zu Klebeanker-Systemen verbleibt kein Rückstand im Bohrloch. Betonschrauben schneiden ihr Gewinde direkt in den Untergrund und können bei Bedarf herausgedreht werden, ohne den Untergrund dauerhaft zu verändern.

Ein weiterer Vorteil: Betonschrauben lassen sich während der Montage justieren. Wenn eine Position korrigiert werden muss, kann die Schraube herausgedreht, das Anbauteil neu ausgerichtet und die Schraube wieder eingedreht werden. Das spart Zeit und vermeidet unnötige Bohrlöcher.

Zu beachten ist jedoch, dass das Bohrloch nach dem Herausdrehen der Schraube im Untergrund verbleibt. Für Anwendungen, bei denen der Untergrund nach dem Rückbau optisch oder statisch unverändert sein muss, ist das ein relevanter Faktor. In solchen Fällen sollte das Bohrloch nach dem Rückbau fachgerecht verschlossen werden.

Außerdem sollte die Schraube nicht beliebig oft ein- und ausgedreht werden. Das Gewinde im Untergrund nutzt sich mit jedem Zyklus ab. Für Anwendungen mit sehr häufigem Wechsel empfiehlt sich eine Lösung mit eingebautem Gewindeeinsatz oder einer anderen mechanischen Verbindung.

Wann ist ein chemischer Anker keine Option für temporäre Befestigungen?

Ein chemischer Anker ist für temporäre Befestigungen in der Regel keine geeignete Option, weil der ausgehärtete Verbundmörtel dauerhaft im Bohrloch verbleibt und sich nicht rückstandslos entfernen lässt. Nach dem Aushärten ist die Verbindung zwischen Mörtel und Untergrund so fest, dass ein Rückbau ohne Beschädigung des Untergrunds praktisch nicht möglich ist.

Konkret sollten Sie auf chemische Anker verzichten, wenn:

  • die Befestigung nach Abschluss einer Bauphase wieder entfernt werden soll,
  • der Untergrund nach dem Rückbau für andere Befestigungen genutzt werden soll,
  • eine optisch saubere Oberfläche nach dem Rückbau erforderlich ist,
  • die Befestigung mehrfach an derselben Stelle montiert und demontiert werden muss,
  • Zeitdruck besteht, da chemische Anker eine Aushärtezeit benötigen, bevor sie belastet werden dürfen.

Chemische Anker sind dann sinnvoll, wenn eine dauerhafte, hochbelastbare Verbindung gefragt ist, zum Beispiel bei der Nachrüstung von Bewehrungsanschlüssen oder bei Befestigungen in Hohlkörpern, wo mechanische Systeme nicht greifen können. Für temporäre Anwendungen ist der mechanische Ansatz mit einer demontierbaren Betonschraube die deutlich praktischere Wahl.

Welche Lasten darf eine temporäre Befestigung aufnehmen?

Die zulässigen Lasten einer temporären Befestigung hängen vom gewählten System, dem Untergrund, der Einbautiefe und den Rand- sowie Achsabständen ab. Es gibt keine pauschale Lastgrenze für temporäre Befestigungen. Maßgeblich sind die technischen Zulassungen des jeweiligen Befestigungsmittels und die Anforderungen der Anwendung.

Für die Lastermittlung sind folgende Faktoren entscheidend:

  • Untergrundqualität: Die Betonfestigkeitsklasse oder die Mauerwerksart bestimmt, wie viel Last der Untergrund aufnehmen kann.
  • Einbautiefe: Eine größere Einbautiefe erhöht in der Regel die aufnehmbare Last, schränkt aber die Demontierbarkeit ein.
  • Lastrichtung: Zug- und Querlasten werden unterschiedlich aufgenommen. Beide müssen separat nachgewiesen werden.
  • Gerissener oder ungerissener Beton: In gerissenem Beton sind die zulässigen Lasten geringer als in ungerissenem Beton.
  • Rand- und Achsabstände: Zu geringe Abstände reduzieren die Tragfähigkeit erheblich.

Wichtig: Auch bei temporären Befestigungen gelten dieselben Sicherheitsanforderungen wie bei dauerhaften Verbindungen. Eine Befestigung, die während der Nutzungsphase versagt, ist unabhängig von ihrer geplanten Nutzungsdauer ein Sicherheitsrisiko. Der Lastnachweis muss daher immer auf Basis der tatsächlichen Anforderungen und der Zulassungsdaten des Befestigungsmittels erfolgen.

Wie entferne ich eine festsitzende Schraube oder einen Dübel sicher?

Eine festsitzende Betonschraube lässt sich in den meisten Fällen mit einem Schlagschrauber oder einem Drehmomentschlüssel in Gegenrichtung lösen. Wichtig ist dabei, keine seitlichen Kräfte auf die Schraube auszuüben, da sonst das Gewinde im Untergrund beschädigt werden kann. Wenn sich die Schraube nicht drehen lässt, sollte zunächst die Ursache geprüft werden.

Mögliche Ursachen für eine festsitzende Schraube und die passenden Maßnahmen:

  • Korrosion: Kriechöl oder Rostlöser einwirken lassen, dann erneut versuchen. Bei stark korrodierten Schrauben kann ein Ausbohren notwendig sein.
  • Überdrehmoment beim Einbau: Wenn die Schraube mit zu hohem Drehmoment eingebaut wurde, kann das Gewinde im Untergrund verformt sein. In diesem Fall hilft oft ein kurzes Anschlagen in Einschraubrichtung, bevor die Schraube herausgedreht wird.
  • Verklemmung durch Setzung: Wenn sich das Anbauteil gesetzt hat und die Schraube unter Spannung steht, muss zunächst die Last vom Anbauteil genommen werden, bevor die Schraube entfernt wird.
  • Beschädigter Schraubenkopf: Bei beschädigtem Antrieb kann ein Schraubenausdreher oder ein Linksgewindebohrer eingesetzt werden.

Wenn sich eine Schraube trotz aller Maßnahmen nicht entfernen lässt, bleibt als letzte Option das Ausbohren. Das Bohrloch muss anschließend fachgerecht verschlossen werden, wenn es statisch oder optisch relevant ist. In jedem Fall sollte beim Rückbau darauf geachtet werden, den umliegenden Untergrund nicht zu beschädigen, da Risse oder Ausbrüche die Tragfähigkeit benachbarter Befestigungen beeinträchtigen können.

Wie TOGE bei temporären Befestigungen in Beton unterstützt

Wir entwickeln und fertigen Befestigungssysteme, die von Anfang an auf Demontierbarkeit ausgelegt sind. Unsere TOGE Betonschrauben schneiden ihr Gewinde direkt in den Untergrund und können nach der Montage jederzeit wieder herausgedreht werden, ohne Rückstände zu hinterlassen. Das macht sie zur praktischen Wahl für temporäre Befestigungen in Beton, Mauerwerk und Naturstein.

Was unsere Systeme für temporäre Anwendungen konkret auszeichnet:

  • Demontierbarkeit ab Werk: Unsere TSM High Performance Betonschraube ist konstruktiv auf Demontierbarkeit ausgelegt und kann nach der Montage jederzeit wieder entfernt werden.
  • Justierbarkeit: Während der Montage kann die Schraube bei Bedarf justiert werden, was Fehler bei der Positionierung korrigierbar macht.
  • Breite Zulassungsbasis: Unsere Systeme verfügen über Europäische Technische Bewertungen (ETA-15/0514 für Einzelbefestigung, ETA-16/0123 für Mehrfachbefestigung, ETA-23/0099 für Mauerwerk) sowie die Allgemeine Bauartgenehmigung Z-21.8-2115 für temporäre Befestigungen, die für Ausschreibungen und Lastennachweise relevant sind.
  • Geeignet für verschiedene Untergründe: Von Beton der Klassen C20/25 bis C50/60 über Mauerwerk bis hin zu Naturstein mit dichtem Gefüge.
  • Einfache und schnelle Montage: Bohrloch erstellen, reinigen, Schraube eindrehen, Schraubenkopf vollständig auf dem Anbauteil aufliegen lassen. Vier Schritte, kein Hülsensystem, kein Kleber.

Wenn Sie unsicher sind, welches System für Ihre spezifische Anwendung und Ihren Untergrund das richtige ist, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Nehmen Sie einfach Kontakt auf, und wir helfen Ihnen bei der Auswahl des passenden Befestigungssystems.

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